Ein Festival für Nähe in distanzierten Zeiten
Unter dem Titel „ALLEINSAM” widmet sich das OPEN OHR Festival dieses Jahr an Pfingsten den sozialen, politischen und gesundheitlichen Ursachen und Folgen von Einsamkeit. Die Freie Projektgruppe ist überzeugt, dass Einsamkeit kein privates Schicksal ist, sondern auch Ausdruck gesellschaftlicher Schieflagen, politischer Unterlassungen und wachsender Ungleichheit. Genau deshalb soll das vermeintliche Tabuthema ins Scheinwerferlicht des 52. Festivals rücken. Die Freie Projektgruppe und das Amt für Jugend und Familie der Stadt Mainz laden vom 22. bis 25. Mai 2026 dazu ein, auf dem OPEN OHR Festival zusammenzukommen und die Mainzer Zitadelle zu einem Ort zu machen, an dem niemand mit seiner Einsamkeit allein gelassen wird.
Ob bei Podiumsdiskussionen, Theaterstücken, Konzerten oder Workshops, auf dem OPEN OHR Festival 2026 soll es einen Raum für Austausch, politische Forderungen und persönliche Geschichten geben. Das Festival soll für das Thema Einsamkeit sensibilisieren, aber gleichzeitig auch als Begegnungsort und Gegenmittel fungieren. Dem diesjährigen Plakat, gestaltet von Jutta Pötter, sind bereits erste Programmhinweise zu entnehmen.
Nationale und internationale Bands lassen auf dem OPEN OHR das Festivalpublikum zu einer feiernden Gemeinschaft werden. Dabei darf man auf folgende Programmpunkte gespannt sein:
Die Chemnitzer Band POWER PLUSH bringt ihren träumerischen Indie-Pop auf die Hauptbühne. Eine weitere Anreise haben MOONDOGGY aus Kanada, die energiegeladenen Rock im Gepäck haben. ANNIE TAYLOR aus der Schweiz wird das Publikum mit einer Mischung aus Grunge, Alternative- und Indie-Rock begeistern. Richtig laut wird es auf der Mainzer Zitadelle mit der belgischen Punk-Band MARIA ISKARIOT.
Offene Ohren lohnen sich auch bei KEROSIN95, TEEYA LAMÉE, RATHMANN, ALENNA ROSE, GOBLYNS und BLUSH ALWAYS.
Aus dem Kabarettprogramm werden die Acts ANA LUCIA & FLORENTINE OSCHE sowie ABDUL KADER CHAHIN präsentiert.
Im Bereich Theater darf sich das Publikum auf das THEATERLABOR BIELEFELD mit deren Stück „Murmeln im Kopf“ freuen.
Darüber hinaus wird es in Kooperation mit Schwuguntia e.V. eine DRAG SHOW zu bestaunen geben. Schauspieler und Kabarettist FATIH ÇEVIKKOLLU bereichert das Festivalprogramm mit einem Gespräch zu seinem Buch „Kartonwand“. Der Verein GIRLS WALK CLUB MAINZ E. V. bietet mit einem „Speedfriending“ die Möglichkeit auf der Mainzer Zitadelle neue Freund*innen zu finden. Im Filmprogramm wird unter anderem mit einem STRICKKINO der NETTEN KNITTERS Raum für Begegnung geschaffen, und auch andere Initiativen stellen ihre Projekte oder Filme vor, die sich mit den verschiedensten Facetten von Einsamkeit auseinandersetzen.
Herzstück des kulturpolitischen Festivals sind natürlich seine Podiumsveranstaltungen. Dort erwartet die Festivalbesuchenden verschiedene Diskussionen, Vorträge und Erfahrungsaustausch rund um das Thema Einsamkeit. Unter den vielen spannenden Podiumsteilnehmenden aus Politik, Wissenschaft und Praxis befindet sich beispielsweise Soziologin PROF. DR. HEIKE OHLBRECHT von der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg.
Das Festival bietet auch in der 52. Ausgabe ein facettenreiches Programm für jung und alt in seiner bekanntlich familiären OPEN OHR Atmosphäre. Dabei dürfen viele zusätzliche Programmpunkte als KINDER- & JUGENDPROGRAMM natürlich nicht fehlen. Die Gedanken der Freien Projektgruppe zum Festivalthema lassen sich im Thesenpapier nachlesen. Weitere Programmpunkte werden in Kürze über die Website (openohr.de) und die sozialen Netzwerke bekanntgegeben.
